Russische Radarstation Lockwisch

Kommt man von der Autobahn, muß man Lockwisch komplett durchqueren um die verlassene Radarstation zu erreichen. Die Asphaltstraße wechselt hinter der Brücke über die Gleise zu einem Plattenweg. Folgt man der Dorfstrasse noch weiter Richtung Norden wird daraus ein Kopfsteinpflaster aus Natursteinen. Und wenn dann die Holperpiste zu einem Sandweg wird, hat man das Ziel fast erreicht.

Die Zufahrt zum Gelände wird von einem offenstehenden Tor markiert. Man kann direkt gegenüber parken. Das Gelände befindet sich am Ortsrand – man hat hier seine Ruhe.
Es besteht aus mehreren kleinen Gebäuden. Eins befindet sich etwas abseits im Nordosten der Anlage. Dieses habe ich leider nicht besucht. Wenn jemand weiß, was dort zu finden ist, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen.

Die Gebäude sind noch relativ gut erhalten. Im Inneren hat die Zeit und der Vandalismus aber deutliche Spuren hinterlassen. Trotzdem findet man noch Relikte der Vergangenheit: Russische Zeitungen und eine zerfetzte Jacke in der ehemaligen Wäscherei. Direkt daneben die Toiletten mit Pissrinne. Im Nachbargebäude befindet sich ein Pool – naja von der Größe her ist es ist eher eine geflieset Badewanne. Er gehörte zum Wellnessbereich mit Sauna.

Vermutlich mussten die hierher versetzten Soldaten das Gelände gar nicht verlassen. Es gab ein Wohngebäude, ein Haupthaus mit Speisesaal und provisorischem Kino. Zumindest gibt es noch die Halterungen der Filmprojektoren mit den obligaten Mauerdurchbrüchen. Vor der Tür ein großzügiger Raucherpavillon. Hinten über die zugewucherte Wiese gelangt man zu den Garagen. Da gibts aber nichts mehr zu sehen.

Wer noch etwas mehr über die Anlage erfahren möchte, kann sich auf diese Seite klicken: GSSD – Funkmessposten 613 Lockwisch Hier gibts gut recherchierte Informationen und auch einige Bilder.

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