Städteurlaub – Stockholm

Wunderschöner Kurzurlaub mit der ganzen Familie: 8 Tage Stockholm… absolut empfehlenswert! Die Stadt bietet eine tolle Altstadt, ruhige Parks, viele Museen und punktet mit einem guten Verkehrsnetz und wenigen Autos in der Innenstadt.
Und das Beste: Jeder spricht englisch, denn… Jag kan inte förstå svenska!

Anreise

4 Uhr klingelte der Wecker, denn unser germanwings Flug 4U7214 ging bereits um 6:45 Uhr nach Stockholm. Bereits 5 Uhr bildete sich eine lange Schlange am Check-in. Aber alles war gut organisiert und so kamen wir pünktlich zum Boarding am Gate an.
Bereits eine gute Stunde später erreichten wir den Flughafen Stockholm Arlanda. Der internationale Flughafen ARN befindet sich ca. 45km vom Stadtzentrum entfernt. Es gibt vier Möglichkeiten, in die Innestadt zu kommen:

1. Der Arlanda Express ist eine Art ICE und mit 20 Minuten Fahrzeit die schnellste, aber auch teuerste Variante. Ein Erwachsener zahlt 260 SEK.

2. Der Flygbussarna ist ein Bus, der direkt vom Ankunftsbereich des Terminals zum Hauptbahnhof fährt. Er braucht ca. 40 Minuten und kostet 99 SEK.

3. Ein Taxi braucht genau so lange, kostet jedoch um die 500 SEK. Der Vorteil ist klar: man kommt direkt am Hotel an.

4. Wir entschieden uns für die preiswerteste Variante: Wir kauften uns direkt am Airport (Informationsstand im Ankunftsbereich hinter der Kofferausgabe) eine SL 7-Tageskarte. Sie kostet 300 SEK (180 SEK für Kinder) und erlaubt sieben Tage lang die Benutzung aller Busse (auch die Blauen), U-Bahnen (Tunnelbana), Strassenbahnen, S-Bahnen (Pendeltåg) und sogar eines Schiffs nach Djurgården.

Mit dieser SL Card nahmen wir den Bus 583 nach Märsta und stiegen dort in die S-Bahn (Pendeltåg) J36 um. Eine knappe Stunde später kamen wir am Hauptbahnhof an. Der Zug ist sehr bequem und auf der Busfahrt kamen wir am Jumbo Stay Hostel vorbei – eine zur Jugendherberge umgebaute Boeing 747.

Jumbo Stay Hostel, Stockholm Arlanda

Jumbo Stay Hostel, Stockholm Arlanda

Der Hauptbahnhof von Stockholm ist zweigeteilt: Cityterminalen für Fernzüge inkl. Pendeltåg und T-Centralen für alle U-Bahnen. Ein langer, großzügiger Tunnel mit kleinen Läden verbindet beide Teile.
Verlässt man T-Centralen am SL Infobüro kommt man auf einen kleinen, tiefgelegenen Platz zwischen dem großen Kreisverkehr mit der Sergelfontänen, dem Kulturhuset und Åhléns City. Hier hatte der Künstler Erik Johansson 2011 eine riesige Illusion aufgebaut: Mind your step. Ich stellte mich genau an die Stelle der gelben Treppe und machte ein Foto.

Hotel

Dank des frühen Fluges und der perfekten U-Bahn Anbindung – die grüne Linie hält direkt vor der Eingangstür des Hotels – waren wir bereits um 11 Uhr an der Rezeption des Hotel Oden. Unser Zimmer, welches wir über Check24 buchten, war zwar noch nicht vorbereitet, aber wir konnten unsere Koffer abstellen und so unseren ersten Spaziergang starten. Unterwegs bekamen wir Hunger… aber das ist in dieser Gegend kein Problem: es gibt unzählige Restaurants und Bars. Unter anderem befindet sich das Hard Rock Cafe von Stockholm hier im Stadtteil Norrmalm.
Gleich bei unserem ersten Mittagessen lernten wir die Vorzüge Stockholmer Gastronomie kennen und schätzen: Es gibt immer Wasser und manchmal sogar Tee kostenlos dazu – und das so viel man möchte!
Am Ende unseres kleinen Ausfluges, bei dem wir auch gemütlich ein Eis schleckten und die ersten schwedischen Geocaches fanden, war es 15 Uhr. Unser Zimmer war fertig… und es wurde Zeit für ein kleines Mittags-Schläfchen.

Das Hotel Oden ist ein traditionelles Hotel – aber keineswegs altmodisch, was auch die Internetseite wiederspiegelt.
Auf sieben Etagen verteilen sich 138 Zimmer, ein angemessen großer Speiseraum, eine Sauna, ein Fitnessraum und zwei Konferenzräume.

Blick aus unserem Hotelfenster

Blick aus unserem Hotelfenster

Von unserem Zimmer (Nr. 317) konnten wir direkt hinüber zur Gustav-Wasa-Kirche schauen. Es war ein Doppelzimmer, welches wir mit Zustellbett buchten. Es besaß eine kleine Einbauküche mit Kühlschrank und Kochplatte sowie ein ordentliches Bad mit Dusche. Alles war sauber und gepflegt. Im ganzen Haus stand kostenlos Internet zur Verfügung.
Das Frühstück war für diese Hotelkategorie absolut in Ordnung und das freundliche Personal sorgte immer für saubere Tische.
Für das Hotel in perfekter Lage, seinem guten Preis/Leistungsverhältnis und ordentlicher Ausstattung möchte ich meine absolute Empfehlung aussprechen!

Sightseeing

Für den nächsten Tag planten wir eine Bootsfahrt durch die Altstadt. Vor Ort fiel unsere Wahl auf eine „Hop on Hopp off“ Tour. Das 24 Stunden Ticket kostet 160 SEK und bot neben der 50 Minütigen Rundfahrt noch einige Rabatte für Skansen, Gröna Lunds Tivoli, das Hard Rock Cafe und andere Sehenswürdigkeiten.

Djurgården: Vasa Museum (re.), Nordisches Museum (li.)

Djurgården: Vasa Museum (re.), Nordisches Museum (li.)

Wir stiegen gleich am Vasa Museum auf der Insel Djurgården aus und stießen bald auf Skansen – das älteste Freiluftmuseum der Welt! Es eröffnete 1891 und umfasst mittlerweile eine Fläche von 300000m². Wir entschieden uns für einen spontanen Besuch und verbrachten einen herrlichen Tag zwischen historischen Gebäuden mit traditionell gekleideten „Bewohnern“, wohnten einem kleinen Hofkonzert bei und lernten die Tiere Schwedens besser kennen.

3D Map von Skansen

Zurück am Anleger unseres Schiffes stellten wir fest, daß es an diesem Tag keine Fahrt mehr gibt! Da es sich jedoch um ein echtes 24h Ticket handelt (keine Tageskarte) war der Start für den nächsten Tag gesetzt…

Pünktlich vor Ablauf der vierundzwanzig Stunden standen wir am Anleger Nybroviken. Diesmal fuhren wir die ganze Tour (Erklärungen gabs nur auf Schwedisch und Englisch) und machten im Anschluß einen schönen Stadtbummel ( Blasieholmen, Kungsträdgården, Opernhaus, Gustav Adolfs Platz, Jakobskirche und Gallerian).

An den nächsten Tagen besuchten wir die Altstadt Gamla Stan, besichtigen das Schloss, fuhren mit dem SkyView auf den Ericsson Globe und machten einen ausgedehnten Spaziergang durch den Haga Park, einen beliebten Park im nördlichen Teil der Stadt mit einigen Ausflugszielen: Värdshuset Koppartälten (zeltähnliche Gebäude), Echotempel, die Ruinen des alten Schlosses und einige mehr.

Aber wir waren auch Baden… In Stockholm kann man sich an preparierten Badestellen wunderbar abkühlen. Wir wählten das Nordwestufer auf Södermalm, von dessen Bergspitze man einen traumhaften Blick auf die Hubbrücke über den Årstaviken hat. Es gibt dort einen schmalen Sandstrand zwischen den, für Stockholm typischen Felsen. Für die Großen gibt es einen langen Steg mit Sprungbrett und eine Badeplattform etwas weiter draußen.

An einem etwas ruhigeren Tag haben wir uns die Saluhall – eine alte Markthalle für kulinarische Kostbarkeiten – angesehen, waren am Rathaus und sind von dort aus an der Promenade entlang spaziert.

Im Laufe der Tage hat der Bus, die U-Bahn als unser beliebtetes Verkehrsmittel abgelöst. Durch den geringen Verkehr in der Stadt kommt man auch mit dem Bus schnell voran. Der große Vorteil gegenüber der Tunnelbana ist jedoch, daß man viel mehr von der schönen Stadt sieht. Man sollte sich dazu einen speziellen Buslinien-Plan vom SL Büro (T-Centralen) besorgen. Damit weiß man immer, welcher Bus wohin fährt.

Geocaching

Natürlich kam in Stockholm auch mein liebstes Hobby nicht zu kurz: Die Cachedichte ist fast so hoch wie in Hamburg. Damit sich jedoch nicht alles um die Dosen dreht, habe ich bewußt auf Rätselcaches verzichtet und mir keine Gedanken über besondere Dosen gemacht. Das Handy mit der GDAK App war einfach immer an. Und wenn auf unseren Wegen ein Cache in Reichweite kam, wurde kurz abgestimmt, ob wir ihn suchen wollen. GDAK hat uns mit seiner offline Map ganz nebenbei noch wichtige Dienste bei der Orientierung in der Stadt geleistet.
Von den 38 gefundenen Caches möchte ich drei besonders hervorheben:

Der Wherigo „Gamla Stan“ führt den Geocacher mit englischen Hintergrundinformationen an die schönsten Plätze rund ums Schloss.

Der Multi „Do a Rocky“ begeisterte uns durch die interessanten Orte und skurrilen Figuren auf dem Weg zum Final.

Für alle Freunde von Lost Places ist der Tradi „The Fortress“ genau richtig. Er führt den ambitionierten Cacher zu den Ruinen des alten Schlosses im Haga Park. Auch wenn die Dose etwas abseits liegt, sollte man sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, in die alten Gemäuer hinabzusteigen.

Abreise

Für den letzten Tag in Stockholm nahmen wir uns das Vasa Museum vor. Unser Flug ging erst 20:20 Uhr und so hatten wir den ganzen Tag Zeit. Die Koffer wieder sicher im Hotel untergebracht, starteten wir Richtung Djurgården. Direkt vor dem Museum dann der Schock: Eine über 100m lange Schlange wartete vor dem Museum, welches mit einem originalgetreuen Nachbau eines Kriegsschiffes aus dem 17. Jahrhundert berühmt wurde.

Das wollten wir uns nicht antuen… Wir planten um, und fuhren hinüber zum Schloß. Dort kauften wir eine Eintrittskarte für vier Attraktionen. Wir besichtigten die Schatzkammer, in der NUR die Kronen, Zepter, Äpfel und Schlüssel der Könige Schwedens ausgestellt sind. Danach bestaunten wir die Gemächer der königlichen Familie. Verrückt, wenn man auf den Infotafeln liest, daß der eine oder andere Raum heute noch genutzt wird – vom Tourismus jetzt mal abgesehen. Der Einblick ins königliche Leben beendete damit auch unseren schönen Stockholm-Aufenthalt, an den wir uns noch lange erinnern werden.

Noch mehr Bilder in der Galerie

Wenn Du noch mehr Fotos von unserem Trip sehen möchtest, klicke: Stockholm 2014 und wenn Du selber einmal dahin fliegen möchtest, ist dieser Artikel genau das richtige für dich: Stockholm Tipps: Öffentliche Verkehrsmittel

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