Lost Place – Kummerfeldt & Boll

Fährt man den Flensburger Hagen bis zum Ende, lugt auf der linken Seite ein altes Schild zwischen den Ästen einer verwilderten Eiche hindurch: Kummerfeldt & Boll – Bauunternehmung seit 1890

Auf dem ehemaligen Gelände der Bauunternehmung Kummerfeldt & Boll stehen heute nur noch drei Gebäude. Hier sollen laut Bebauungsplan 296 42 neue Grundstücke mit ca. 50 Wohneinheiten entstehen. Das renaturierte Gebiet auf der anderen Straßenseite soll wohl nicht bebaut werden.

Betritt man das Gelände durch das Tor am Hydranten blickt man auf eine überwucherte Lagerfläche, die an die Gleise hinter dem Grundstück grenzt. Direkt hinter ein paar Müllsilos kommt man zu einer Baracke.

Neben der großen Halle gibt es drei Garagen. Sie sind, wie alle Wände auf dem Gelände, mit Graffitis übersät.

Das Rolltor an der Frontseite der Halle ist blockiert.

   

Die Halle selbst besteht aus einer Gerüstkonstruktion mit aufgelegtem Dach. Als Fenster dienen transparente Welldachplatten. Diese sind, wie auch die übrige Substanz der Halle ziemlich kaputt und schlagen im Wind heftig gegen die Konstruktion.

Im Inneren der Halle zeigt sich ein wahres Chaos. Es gibt zwei container-ähnliche Häuschen im vorderen Teil und zwei große Hundezwinger auf der Rückseite der Halle. Früher liefen die scharfen Hunde frei auf dem Gelände umher und zeigten jedem, der dem Zaun zu nahe kam, das es keine gute Idee ist, hier einzudringen.

Heute steht das Tor offen und Trampelpfade zeigen, das hier regelmäßig jemand auf dem Gelände ist. Auch Feuer wurden hier schon oft gemacht. In der Halle befinden sich viele verkohlte Balken und Bretter.

Erstaunlich das in diesem Chaos überhaupt noch etwas halbwegs in Ordnung ist – aber es gibt noch ein paar ramponierte Maschinen.

Nicht unbedingt ein ästhetischer Lost Place – aber es gibt durchaus noch ein paar gute Fotomotive.

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