Algarve – umas férias maravilhosas (Teil 2)

Inhalt:

Teil 1: Vilamoura / Quarteira, Olhão / Culatra, Stadtspaziergang Faro, Praia da Falésia

Lagos und Ponta de Piedade

Wer von Albufaira, Quarteira oder gar Faro nach Lagos fährt, sollte dafür einen Tagesausflug einplanen. Es gibt einfach zu viel zu sehen. Außerdem braucht man ca. eine Stunde für die fast 100km – und das auch nur, wenn man die kostenpflichtige Autobahn nimmt. Wir haben das auf dem Hinweg so gemacht. Auf dem Rückweg wollten wir gern über die große Brücke bei Portimão fahren, deshalb haben wir auf die schnellere Autobahn ganz verzichtet und sind dafür noch in Carvoeiro (Vale de Covo) gewesen.

Wir sind bei unserer Ankunft erst einmal durch Lagos durchgefahren um uns die Landspitze am Farol da Ponta da Piedade anzusehen. Hier findet man die Felsenküste, die auf vielen Postkarten und allen Algarve-Reiseführern zu finden ist. Parken kann man in der Nähe des Leuchtturmes. Dieser ist einer von 4 fotografischen Hotspots hier am Cap. Die Geocacher unter euch werden danach wahrscheinlich zum Cache: Ponta da Piedade – Lagos () gehen. Dieser Cache bietet neben einer großen Dose einen atemberaubenden Blick über die Klippen aufs Meer. Von hier aus kann man die kleinen Trampelpfade nutzen um auf den südlichsten Zipfel der Landspitze zu kommen.

Von da aus kann man wiederum den Pfaden folgen um den Leuchtturm außen zu umrunden. Damit ist man auch schon beim nächsten Highlight: Die Treppen am Miradouro da Ponta da Piedade. Es ist einfach herrlich, hier von oben die Boote unten zwischen den Felsen zu beobachten oder die Treppen nach unten zu nehmen um sich die Felsformationen auch mal aus einer anderen Perspektive anzusehen.

Geht man am Parkplatz vorbei etwas weiter landeinwärts erhält man einen wunderschönen Blick auf die zerklüftete Küste vor Lagos. Versteckt liegen dort die Strände Praia da Balança, Praia dos Pinheiros und Praia da Boneca. Man kann sie am besten von einem Boot aus entdecken. Schmale Spalten in den Felsen bilden die Zugänge von Land aus.

Ausflugs-Tipp: Auch wenn die Höhlen von Benagil die größere Attraktion an der Algarve sind, lohnt sich eine spontane Bootsfahrt zur Landspitze am Leuchtturm. Zwisch den zahlreichen Kajakfahrern ist man von Lagos ziemlich schnell vor Ort und die kleinen Motorboote für ca. 8 Personen sind klein und wenig genug, um auch die verstecktesten Ecken anzusteuern. Gerade wenn für Benagil der Seegang zu stark ist, wird diese Tour zum Abenteuer: Es gibt viele Höhlen und Felsdurchfahrten, bei denen der Bootsführer genau das richtige Timing braucht, um nicht gegen die Felsen zu schlagen. Und bei all diesem Auf und Ab zwischen den bis zu 3m hohen Wellen hat er meist noch einen lustigen Spruch auf Lager. Die ca. einstündigen Fahrten starten an der Marina de Lagos – direkt am alten Bahnhof, der mittlerweile ein Lost Place ist.

 

Weiter in Lagos…
Nach dieser tollen Aussicht wollten wir etwas durch die Altstadt bummeln. Wir parkten spontan an der alten Stadtmauer am Parque da Cidade de Lagos und starteten unseren Spaziergang am Mingolfplatz, an dem wir auch die Stadtmauer durchquerten. Von da aus ging es Richtung Nordost zum Mercado Municipal de Lagos und unterwegs gabs noch ein paar Leckereien im Taquelim Gonçalves in der Fußgängerzone im Zentrum von Lagos. Für den Rückweg wählten wir eine Route um noch einen Geocache (GC3FH7M) zu suchen: Vorbei an der Kirche St. Sebastian, die auch eine Knochenkapelle besitzt, gings nach Westen bis zur Stadtmauer und an dieser entlang bis zum großen Wachturm. Dort verliesen wir die innere Stadt und schlenderten außen an der Stadtmauer zurück zum Auto.

Restaurant-Tipp: A Barrigada ist ein etwas abgelegenes Fisch-Restaurant am Strand von Lagos. Man erreicht es, wenn man zur Marina fährt, dann vorbei am alten verlassenen und am neuen Bahnhof um dann dem Sandweg Richtung Strand zu folgen. Da es nicht so leicht zu finden ist, habe ich es auf der Pinnwand markiert.

Castelo de Silves

Die Höhenburg im maurischen Baustil oberhalb der Kathedrale von Silves ist das Wahrzeichen der Stadt. Kommt man über die Berge von Osten hat man einen herrlichen Blick auf die rote Festung. Wer sie besuchen möchte, versucht am besten einen Parkplatz rund um die Kathedrale zu finden. Die Burg bietet verschiedene Bereiche… Es gibt einen Ausgrabungsbereich, den Garten mit einer Skulpturenausstellung, ein nettes Café und die Mauer, von der man einen schönen Ausblick über die Stadt und die angrenzenden Ländereien hat.

Restaurant-Tipp: Das Restaurante U Monchiqueiro 2 unten an der Hauptstrasse bot uns genau das, was wir uns im Urlaub immer wünschen: Ein authentisches Essen, was man einfach noch nicht kennt. Es ist preiswert und man kann gemütlich draussen sitzen… Überraschend und lecker!

 

Vale de Covo

Der versteckte Strand mit seiner großen Höhle stand auf meiner persönlichen POI Liste ziemlich weit oben und so fuhren wir auf dem Rückweg von Lagos nach Quarteira hier noch einmal an die Küste.
Für unser Navi verwendete ich einfach meinen Wegpunkt “Vale de Covo Beach”. Dieses lotste uns dann durch den völlig überfüllten Ort Carvoeiro und dann die Straße hinauf auf die Klippen parallel zur Küste. Leider verpassten wir den Parkplatz am Tivoli Carvoeiro Algarve Resort und fuhren ein Stück weiter. Wir bogen dann etwas weiter oben direkt hinter dem Tennisplatz in die Ferienhaussiedlung ab. Dort fuhren wir einfach bis zum Ende und parkten bei den Müllcontainern.

So nah dran und doch so fern!

Wir schulterten die Ikea-Tüte mit den Badesachen und machten uns auf den Weg Richtung Strand. Nach ca. 30 Metern erreichten wir ein großes Loch, welches mit einer kleinen Mauer gesichert war. Ein paar Meter weiter ging es 60m schnurgerade in die Tiefe. Die Brandung war deutlich zu hören doch damit hatten wir nicht gerechnet! Nun suchten wir nach einem Weg nach unten und fanden einen steilen Pfad, der eigentlich nicht für Badeschlappen ausgelegt war. Wir kletterten vorsichtig nach unten und erreichten den Weg, der zum vorgesehenen Parkplatz führt. Doch damit hatten wir erst die Hälfte geschafft. Ein paar Treppen brachten uns dem Ziel deutlich näher… doch am Ende mussten wir an einem Seil nach unten Klettern. Ein paar Jugendliche kamen uns entgegen und überliesen uns den gesamten Strand mit der Meerjungfrau, die sie gerade aus Sand gebaut hatten. Es war irgendwie surreal… Die Sonne stand schon ziemlich tief und die Felsen legten einen riesigen Schatten über die Bucht. Die Brandung war so stark, das man überhaupt nicht ins Wasser gehen konnte. Im Vordergrund der freistehende Felsen mitten im Wasser und links die bedrohlich anziehende Höhle. Ich versuchte, einen Blick hinein zu werfen, doch ich kam nicht weit genug ran und die Wellen waren zu hoch, um hinein zu schwimmen. Wir genossen noch eine ganze Weile die Einsamkeit an diesem beeindruckendem Ort bevor wir die Steilküste wieder hinauf klettern mussten. Erst jetzt beim Schreiben dieser Zeilen wurde mir klar, das die Löcher oben auf dem Plateau Durchbrüche zu der riesigen Höhle waren.

 

Sagres und das Cap von Sao Vicente

Unsere Tour nach Sagres wollten wir natürlich mit einer letzten Bratwurst vor Amerika am Cap von Sao Vicente – dem südwestlichsten Punkt Portugals – krönen.
Am Vormittag hatten wir uns die Festung von Sagres vorgenommen. Als ich vom Parkplatz aus die Mauern der Festung sah, dachte ich sofort an Piratenfilme und eine riesige Burg. Doch hat man die Mauer erst einmal durchquert, findet man sich auf einer riesigen Freifläche wieder. Auffällig ist dort natürlich die Rosa dos Ventos – ein Steinkreis mit 43 Metern Durchmesser. Die Windrose wird verziert durch einen mittlerweile sehr langen Strickschal, der von Besuchern der Festung während des Wartens kontinuierlich verlängert wird – vorausgesetzt, man kann Stricken.
Ansonsten findet man hier neben ein paar Wirtschaftsgebäuden die Ingreja de Nossa Senhora da Graça – eine kleine Kirche, die im 16. Jahrhundert auf den Fundamenten der Kirche von Heinrich dem Seefahrer erbaut wurde.
Auf dem Rundgang zum Cap, für den man etwas Zeit einplanen sollte hat man einen herrlichen Blick hinüber zum Leuchtturm von Sao Vicente.

Nach einer Stärkung am Hafen von Sagres gings dann hinüber zum südwestlichsten Punkt Portugals. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Zwischenstop am Praia do Beliche. Aber nicht um zu Baden, sondern um den schön gelegenen Geocache Beliche Beach View (GC3HY9A) zu suchen. Er liegt auf der östlichen Landspitze vor dem Strand. Man hat einen herrlichen Ausblick!

Nun war das Ende der Welt nicht mehr weit. Und natürlich gab es auch hier einen gleichnamigen Geocache: The End of the World [Sagres] (GC12CRJ). Den loggten wir zuerst und besuchten danach des Gelände am Leuchtturm. In der Ferne zog gemächlich ein Containerschiff nach Sines vorbei. Nun war es Zeit für die letzte Bratwurst vor Amerika…

Restaurant-Tipp: Das Restaurante Cervejaria Estrela Do Mar II befindet sich im östlichen Teil von  Sagres in der Nähe des kleinen Hafens. Einen sandigen Parkplatz gibt es gleich auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Kein Luxusrestaurant aber man kann hier gut Fisch und Meeresfrüchte essen.

Quad Tour in den Bergen

Das letzte Highlight unseres Urlaubs war eine spontane Quadtour in den Bergen rund um Loule. Beim Durchstöbern der Werbeprospekte fielen uns immer wieder Flyer für Quadtouren in die Hände.

Wann, wenn nicht jetzt?!

Also suchten wir im Internet nach einem Anbieter in der Nähe. Wir entschieden uns für Rooster QUADTOURS ganz in der Nähe von Loule. Da wir schon am nächsten Tag starten wollten, kontaktierte ich Clare per email. Alles passte und wir verabredeten uns für den nächsten Tag. Ein Treffpunkt an der Hauptstrasse garantierte auch eine ordentliche Navigation, denn das Haus befindet sich in einer unscheinbaren Nebenstraße.
Man merkt sofort, das es sich hier um Profis handelt. Sie bieten für jeden Anspruch die passende Tour und haben ausreichend Equipment für alle Fälle. Nach einem herzlichen Kennenlernen schlüpften wir in die Enduro Klamotten… es gab ein Trikot zum überziehen, ordentliche Stiefel, Handschuhe und einen Helm. Danach wurden die Quads erklärt und die Rahmenbedingungen gesteckt. Und schon gings los:

Da Moritz keinen Führerschein hat, fuhr er bei mir mit. Iris hatte ihr eigenes Quad und so fuhren wir Clare durch den Ort hinterher bis es offroad ordentlich zur Sache ging! Sie hatte ein gutes Gefühl, was sie uns zutrauen kann und wo unsere Grenzen sind. Auf einem abgelegenen verlassenen Sportplatz durfte Moritz auch ein paar Runden alleine drehen. Wir fuhren kreuz und quer durch die Berge. Mal gin es sanft bergab, mal steil bergauf. Im Laufe der Tour zeigte uns Clare eine Korkeichenplantage und erklärte uns, das Portugal zu den größten Korkproduzenten der Welt gehört. Ein weiteres Highlight war eine kleine Pause an der Ruine einer alten Windmühle. Für uns eine gute Gelegenheit, ein paar Fotos zu schießen. Die Zeit verging wie im Flug. Dieses Erlebnis werden wir so schnell nicht vergessen!

Rooster Quadtours – ein sehr empfehlenswerter Anbieter für Quadtouren jeder Art!

 

Für uns war dieser Urlaub bestimmt nicht der letzte Besuch an der Algarve. Ich möchte unbedingt in die Höhlen von Benagil, würde gern mal in die Berge fahren und mir die Stauseen ansehen. Außerdem waren wir nicht in Loulé und es gibt noch viele geile Stände, an den wir auch noch nicht waren. Was würdest Du uns fürs nächste Mal empfehlen?

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